City2020 : Kabelschutz durch Luftpolster

City2020City2020 wächst Tag für Tag:
An allen drei Standorten in Kamen, Lünen und Hamm liegen die Bauarbeiten zur Verlegung der Glasfaserleitungen voll im Zeitplan. Wie aber genau kommen die Glasfasern in die Erde und dann zum Haus? 

Zentrales Element beim Aufbau der Glasfasernetze ist der sogenannte Point of Presence", kurz "POP". Von diesem garagenartigen Technikgebäude aus werden die City2020-Gebiete erschlossen. Die Leitungen laufen vom "POP" ausgehend zunächst zu den Kabelverzweigern (KVZ) - kleinen grauen Kästen, die an den Straßenrändern stehen. Von den insgesamt 33 KVZs zum Beispiel im Kamener City2020-Gebiet gehen dann die Leitungen zu den Teilnehmerhäusern ab.
Infrastrukturelle Basis der Glasfaserkabel-Verlegung ist ein Lehrrohrnetz. In die etwa 8 Millimeter durchmessenden Röhrchen werden die Glasfaserkabel dann im sogenannte "Einblase-Verfahren" eingeführt. Wobei von "Einblasen" im eigentlichen Sinn keine Rede sein kann, wie GSW-Projektmanager Franz König erläutert: „In den Röhrchen wird durch Pressluft zunächst ein Luftstrom erzeugt, der sich dann wie ein Mantel um das Glasfaserkabel legt. Dieses Luftpolster soll in erster Linie Reibungen vermeiden. Die Glasfaserkabel werden allerdings nicht eingeblasen, sondern langsam eingeschoben. "Die Lehrrohre mit den Kabeln werden etwa 60 Zentimeter tief im Boden versenkt, zum Großteil unter den Bürgersteigen, um den Verkehr nicht zu beeinträchtigen.