Glasfasernetz ist aktiviert
Die Stadt Kamen ist der Zukunft der Telekommunikation ein großes Stück näher gekommen: Am Dienstag, 30. Juni 2009, aktivierten der stellvertretende Bürgermeister Manfred Wiedemann, GSW-Geschäftsführer Hermann Josef Görres und Jörg Radtke, Geschäftsführer des HeLi NET-Verbundes, am Glasfaser-Knotenpunkt an der Weddinghoferstraße die modernste Daten-Infrastruktur der Region.
Mit der symbolischen Verbindung zweier Glasfaserkabel, der Übertragung von hochaufgelösten digitalen Fernsehbildern und einer eigens initiierten Videokonferenz leiteten die City2020-Partner um 11 Uhr das Kamener Glasfaserzeitalter ein.
Die ersten Kunden sind bereits angeschlossen und kommen durch die Aktivierung nun in den Genuss von ultraschnellen Internetverbindungen mit bis zu 100 Mbit/s, Komfort-Telefonie und hochaufgelösten digitalen Fernsehbildern. Die City2020-Kunden empfangen 60 digitale und 40 analoge TV-Kanäle sowie 25 Radiosender und sollen zukünftig auch innovative Dienste wie „Video on demand", den digitalen Spielfilmabruf auf Anfrage, nutzen können. Die komplette Anbindung aller Kunden soll Ende Juli abgeschlossen sein.
„Dies ist ein Meilenstein für uns. City2020 bietet tolle Perspektiven für Kamen, mehr Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger und eine deutliche Aufwertung des heimischen Wirtschaftsstandortes", sagt Jörg Radtke vom Telekommunikationsanbieter HeLi NET, der dem City2020-Glasfasernetz mit den zur Verfügung gestellten Diensten das „Leben einhaucht".
Kamens stellvertretender Bürgermeister Manfred Wiedemann erklärt: „Mit City2020 hat die Stadt Kamen eine wichtige Weiche in die Zukunft gestellt. Viele andere Kommunen und Städte können von solch einer zukunftssicheren Glasfaserinfrastruktur nur träumen - wir haben sie realisiert."
Angesichts der Regierungspläne, den flächendeckenden Ausbau von Breitbandnetzen weiter zu forcieren, betonte GSW-Geschäftsführer Hermann Josef Görres die Rolle des City2020-Projektes als bundesweites Musterbeispiel für die erfolgreiche Umsetzung einer solchen Maßnahme: „Wir sind der aktuellen politischen Diskussion in der Tat etwas voraus. Der Erfolg des Projekts und unser Know-how haben bundesweit Beachtung gefunden. Darauf sind wir sehr stolz. Das Projekt ist eine wichtige Investition in die Zukunft, an der wir uns gerne beteiligen." Der Stadtwerke-Geschäftsführer freut sich über die Fertigstellung des Projektes, trotz der baulichen Verzögerungen durch den starken Frost Anfang des Jahres: „Heute zeigen wir Ihnen, warum wir einen solch enormen Aufwand betrieben haben: Denn das Bauen hat sich gelohnt!"
Der stellvertretende Bürgermeister stellte klar, dass er sich neben einer Steigerung der Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger in dem City2020-Projektgebiet zwischen B 61, Weddinghofer und Töddinghauser Straße auch wirtschaftliche Wachstumspotentiale von der zukunftssicheren Infrastruktur verspricht: „Eine moderne Glasfaserinfrastruktur macht Kamen noch attraktiver für die Ansiedlung neuer Unternehmen, die bei uns Arbeitsplätze schaffen können."
City2020: Ein einziger Anschluss für Digital-TV, Internet und Telefon
Bisher sind mehrere Leitungs-Zugänge nötig um fernzusehen, zu telefonieren und im Internet zu surfen. Und jeder dieser für bestimmte Dienstleistungen spezialisierte Leitungs-Zugang hat klare physikalische Grenzen, kann also nicht jede beliebige Datenmenge in der vom Kunden gewünschten Verbindungsqualität transportieren.
Direkte Glasfaseranbindungen (LWL = Lichtwellenleiter) dagegen lassen diese physikalischen Grenzen hinter sich und legen den Grundstein für die verschiedensten Telekommunikationstechniken. So erlaubt ein Glasfaserzugang den Fernsehempfang in HDTV-Qualität (HDTV = hoch auflösendes TV), Internetverbindungen, deren Geschwindigkeit (bis 100 MBit/s) und Verbindungsqualität die gewohnten DSL-Standards weit übertrifft, und natürlich Festnetz-Telefonie. Das alles ist über ein- und denselben Glasfaser-Anschluss möglich. Dieser Anschluss bietet die zukünftig notwendige Bandbreite für die Anwendungen der Zukunft.
