HeLi NET gründet Bundesverband Glasfaseranschluss


HeLi NETRegion ist Vorreiter beim Ausbau von Breitband-Infrastrukturen
HeLi NET gründet Bundesverband Glasfaseranschluss

Die Hammer HeLi NET baut ihre Pionierrolle bei der Etablierung von Hightech-Datennetzen weiter aus: Am 12. Februar 2009 gründete der lokale Telekommunikationsverbund zusammen mit anderen regionalen Anbietern aus der gesamten Republik den Bundesverband Glasfaseranschluss, um den Ausbau von Glasfasernetzen zu fördern. Das erklärte Ziel: 1 Million direkte Glasfaserzugänge bis zum Jahr 2012.

Ziel der neuen Interessensgemeinschaft ist die Etablierung von stabilen Rahmenbedingungen, um dem dringend erforderlichen Breitband-Infrastrukturausbau die notwendige Planungssicherheit zu verleihen. Die Mitglieder des neuen Bundesverbandes planen, bis 2012 über 1 Million Haushalte mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen. Neben HeLi NET gehören NetCologne (Köln), M-net (München), wilhelm.tel (Norderstedt), willy.tel (Hamburg), die Stadtwerke Schwerte (Schwerte), accom (Aachen), VSE NET (Saarbrücken) und HL Komm (Leipzig) zu den Gründern des Verbandes.

In einer ersten Stellungnahme fordert der Bundesverband Glasfaseranschluss die Bundesregierung auf, den Breitbandausbau auf Bundes- und EU-Ebene durch Fördermittel zu unterstützen. Nur so kann eine größtmögliche Abdeckung mit Hochgeschwindigkeits-Internetanschlüssen erreicht werden.

Mit den Glasfaser-Pilotprojekten „City2020" in Kamen, Hamm und Lünen zählt HeLi NET zu einem der ersten Unternehmen in ganz Deutschland, die flächendeckende Glasfaser-Hausanschlüsse (FttH) realisiert haben. „Der Glasfaserausbau in Deutschland hat gerade erst begonnen", sagt HeLi NET-Geschäftsführer Thomas Wald, „Nur mit stabilen Rahmenbedingungen in der Regulierung und mit einer geeigneten Fördermittelpolitik auch für regionale Unternehmen wird sichergestellt, dass Deutschland bei den Breitbandanschlüssen nicht den Anschluss an Europa und die Welt verliert.


Andere Staaten, z. B. Schweden, Frankreich oder die USA machen uns das derzeit eindrucksvoll vor."

Ein wesentlicher Faktor hinsichtlich der Bereitschaft umfassender Investitionen in den Infrastrukturausbau kommt dabei vor allem der Preisgestaltung für Infrastrukturvorleistungen zu. Hierbei nimmt die Bundesnetzagentur bei den kommenden Regulierungsentscheidungen eine entscheidende Rolle ein. Die Unternehmen des Bundesverbandes Glasfaseranschluss sehen insbesondere die Gefahr, dass die von manchen Branchenverbänden geforderten Senkungen für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL-) und Bitstromvorleistungen der Deutschen Telekom (DTAG) die für den Standort Deutschland dringend notwendigen Infrastruktur-Projekte gefährden und dem Markt notwendiges Umsatzpotential entziehen.

„Es kann nicht im Sinne der Wirtschaftspolitik sein, bestehende Glasfaserprojekte zu gefährden und Deutschland bei der Breitbandversorgung noch weiter ins Hintertreffen geraten zu lassen. Aus diesem Grund sind wir zuversichtlich, dass die Bundesnetzagentur ihre bisherige Praxis beibehält und langfristig für stabile und kalkulierbare Rahmenbedingungen, besonders für den Infrastrukturwettbewerb, sorgen wird. Die von vielen Seiten vehement geforderte Senkung der TAL-Preise wäre Gift für getätigte und geplante Glasfaser-Investitionen", so Thomas Wald.

Ein weiteres Ziel der Glasfaserinitiative liegt in der Entwicklung von Branchenstandards für „Open Access"-Modelle sowie technologischen, wirtschaftlichen und vertrieblichen Standards. „Wir haben bei unseren Ausbaumaßnahmen unsere vertrieblichen Direkt-Ziele in kurzer Zeit erreichen können. Trotzdem wissen auch wir, dass wir nur als Open-Access-Anbieter gemeinsam mit anderen Partnern die technologische Weiterentwicklung vorantreiben können, um unsere Potenziale im Wiederverkauf der Anschlüsse voll nutzen zu können", erläutert Wald hinsichtlich der sehr erfolgreich verlaufenden City2020-Projekte in Kamen, Lünen und Hamm.