Pressekonferenz in Kamen
City2020 kommt
Baubeginn noch im August
Nun steht es fest: Kamen wird unter dem Titel „City2020" als eine der ersten Städte deutschlandweit von den Vorteilen eines umfassenden Glasfasernetzes profitieren.
Mehr als 26 Prozent der Anwohner im Projektgebiet haben sich bis zum heutigen Tag für Telefon-, Internet- und TV-Dienstleistungen über einen direkten Glasfaseranschluss entschieden. Damit konnten die GSW Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Kamen-Bönen-Bergkamen und der lokale Telekommunikationsanbieter GSWcom das in der ersten Akquisitionsrunde avisierte Marketingziel von 20 Prozent deutlich übertreffen und die erste Grundlage zur wirtschaftlichen Realisierung der Zukunftstechnologie schaffen.
Insgesamt haben sich bis jetzt über 60 Prozent der Immobilienbesitzer - unabhängig von der Beauftragung von Telekommunikationsdienstleistungen - für einen eigenen direkten Glasfaseranschluss ausgesprochen. „Wir bedanken uns für das große Vertrauen der Bürger in das Projekt ‚City2020'", sagten Bürgermeister Hermann Hupe und GSW-Geschäftsführer Hermann Josef Görres. „Und wir freuen uns, Kamen mit ‚City2020' zu einem entscheidenden Technologievorsprung verhelfen zu können." Hermann Hupe: „Mit dem Ausbau eines Breitbandnetzes auf Glafaserbasis gehört die Stadt Kamen zu den ersten Städten in Deutschland, die zukunftsträchtige Technologie zum Nutzen für ihre Bürger schafft."
Es bleibt mithin ein wichtiges Ziel, dass sich möglichst viele Immobilienbesitzer anschließen lassen, da die GSW ein Gesamtnetz bauen möchten, das später von allen Kunden und Diensteanbietern gemeinsam und diskriminierungsfrei genutzt werden kann (Open-Access-Netz). „98 Prozent Anschlussdichte ist unser Wunschziel", so Hermann Josef Görres. Die Bauarbeiten starten Ende August 2008. Ab dann werden die Gemeinschaftsstadtwerke die ersten Lichtwellenleiter im Projektgebiet zwischen B 61, Weddinghofer und Töddinghauser Straße verlegen. Schon während der Bauphase können die ersten Anwohner die schnellen Telefon- und Internetverbindungen bzw. TV-Inhalte nutzen.
Um die Belastungen so gering wie möglich zu halten, werden die Bauabschnitte möglichst täglich in ihren jeweiligen Ursprungszustand zurückversetzt, bevor weiter gebaut wird. Für die Anwohner, die sich noch nicht für einen Glasfaseranschluss entschieden haben, bedeutet das die letzte Möglichkeit, einen kostenlosen Zugang zum Lichtwellenleiternetz zu erhalten. Hermann Josef Görres: „Die Formel ist einfach: Wenn der Bagger vorbei ist, gibt es auch keine kostenlose Anbindung mehr."
Daher werden alle Anwohner, die im Bereich der Bauarbeiten wohnen, nochmals besucht und intensiv beraten. In den meisten Fällen werden die Grabungen im Bürgersteigbereich stattfinden, an einigen Stellen müssen jedoch auch Straßen gekreuzt werden. Wie die Baustellen im Einzelnen aussehen und an welchen Punkten auch die Methode „Einschießen der Leitungen über Kopflöcher" zum Einsatz kommt, wird erst während der Bauphase vor Ort geklärt. „Selbstverständlich werden wir die Einschränkungen für die Bewohner im Baugebiet so gering wie irgend möglich halten", sagt GSW-Geschäftsführer Hermann Josef Görres.
Das Investitionsvolumen beziffert die GSW auf etwa eine Million Euro. Welche Bauunternehmen die Arbeiten durchführen, wird demnächst geklärt. „Wir werden in unserer Ausschreibung auf die Berücksichtigung regionaler Unternehmen achten", sagt Hermann Josef Görres. Die Bauarbeiten sollen spätestens Anfang 2009 abgeschlossen sein. Dann werden die Kommune und die Stadtwerke entscheiden, wie die Ausweitung von „City2020" auf andere Stadtteile gestalten werden kann.
