Pressekonferenz Lünen
Die City2020 kommt
Baubeginn noch im August
Ebenso wie Kamen kann auch Lünen unter dem Titel „City2020" als eine der ersten Städte deutschlandweit von den Vorteilen eines umfassenden Glasfasernetzes profitieren. Mehr als 40 Prozent der Eigentümer und Mieter im Projektgebiet haben sich bis zum heutigen Tag für Telefon-, Internet- und TV-Dienstleistungen über einen direkten Glasfaseranschluss entschieden. Im Vergleich zu den Schwesterprojekten in Kamen und Hamm liegt bis zum heutigen Tag in Lünen das beste Ergebnis vor. Die Stadtwerke Lünen und die LünTel konnten das in der ersten Akquisitionsrunde avisierte Marketingziel von 20 Prozent um mehr als 100 Prozent übertreffen und damit die Grundlage zur Realisierung der Zukunftstechnologie schaffen.
Insgesamt haben sich bis jetzt fast 60 Prozent der Immobilienbesitzer - unabhängig von der Beauftragung von Telekommunikationsdienstleistungen - für einen eigenen direkten Glasfaseranschluss ausgesprochen. „Wir freuen uns über das große Vertrauen der Bürger in das Projekt 'City2020', sagen Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick und Dr. Gerd Koch, Prokurist der Stadtwerke Lünen. „Mit dieser massiven Unterstützung der Bürger können wir Lünen zu einem entscheidenden Technologievorsprung verhelfen."
Es bleibt weiter ein wichtiges Ziel, dass sich möglichst viele Immobilienbesitzer anschließen lassen, da die Stadtwerke Lünen ein Gesamtnetz bauen möchten, das später von allen Kunden und Diensteanbietern gemeinsam und diskriminierungsfrei genutzt werden kann (Open-Access-Netz). „98 Prozent Anschlussdichte ist das Wunschziel", so Dr. Koch „ und es ist momentan noch kostenlos".
Die Bauarbeiten starten voraussichtlich Ende August 2008. Ab dann werden die ersten Lichtwellenleiter im Projektgebiet zwischen Cappenberger-, Laak-, Borker- und Bergkampstraße verlegt. Schon während der Bauphase können die ersten Anwohner die schnellen Telefon- und Internetverbindungen bzw. TV-Inhalte nutzen. Um die Belastungen so gering wie möglich zu halten, werden die Bauabschnitte möglichst täglich in ihren jeweiligen Ursprungszustand zurückversetzt, bevor weiter gebaut wird.
Für die Anwohner, die sich noch nicht für einen Glasfaseranschluss entschieden haben, bedeutet das die letzte Möglichkeit, einen kostenlosen Zugang zum Lichtwellenleiternetz zu erhalten. Dr. Koch: „Wenn der Bagger vorbei ist, können keine kostenlosen Anbindungen mehr angeboten werden." Daher werden alle Anwohner, die im Bereich der Bauarbeiten wohnen, nochmals besucht und auf Wunsch detalliert beraten.
In den meisten Fällen werden die Grabungen im Gehwegbereich stattfinden, an einigen Stellen müssen jedoch auch Straßen gekreuzt werden. Wie die Baustellen im Einzelnen aussehen und an welchen Punkten auch die Methode „Einschießen der Leitungen über Kopflöcher" zum Einsatz kommt, wird individuell während der Bauphase vor Ort geklärt. „Selbstverständlich planen wir, die Einschränkungen für die Bewohner im Baugebiet so gering wie irgend möglich halten", sagt Dr. Koch.
Das Investitionsvolumen beziffern die Stadtwerke auf etwa eine Million Euro. Bei den laufenden Ausschreibungen werden selbstverständlich auch die regionalen Bauunternehmen beteiligt", sagt Dr. Gerd Koch.
Die Bauarbeiten sollen spätestens Anfang 2009 abgeschlossen sein. Dann werden die Kommune und die Stadtwerke auch auf Grundlage der gewonnenen Erfahrungen entscheiden, wie die Ausweitung von „City2020" auf andere Stadtteile entwickelt werden kann.
