Vellerns Glasfasernetz fertiggestellt: Vom langsamsten zum schnellsten Internet Beckums

Vellern. Einen Meilenstein für die Stadt Beckum haben am Freitag Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann, der Geschäftsführer der Energieversorgung Beckum, Dennis Schenk, der evb-Aufsichtsratvorsitzende Karsten Koch sowie die Projektleiterin des Telekommunikationsunternehmens HeLi NET, Christiane Hellmich, gefeiert.

Grund für das Zusammentreffen am neu errichteten Multifunktionsgehäuse in Höhe der Dorfstraße 1 in Vellern: Die Tiefbauarbeiten für das neue Glasfasernetz sind abgeschlossen. Bis Ende des Jahres 2018 wird jeder Vellerner Kunde mit Glasfaserauftrag an das neue Netz angeschlossen werden. Erste Aktivierungen sind für Dezember 2018 geplant. Viele Kunden, die ihre Rufnummer beibehalten möchten, haben Portierungstermine ab Februar 2019. Dann können Sie auf das Glasfasernetz aufgeschaltet werden.

„Ein Glasfasernetz muss das mittelfristige Ziel einer jeden Kommune sein“, sagte Dr. Strothmann und verwies bei diesem symbolischen letzten Spatenstich auf die steigenden Datenmengen, mit denen das altgediente Kupfernetz schon jetzt überfordert ist. Der Bürgermeister wünscht sich mittelfristig die Versorgung des gesamten Beckumer Stadtgebietes mit der Technologie FTTH (eng. Fiber To The Home; Glasfaser bis ins Haus). Nachdem Vellern das langsamste Internet gehabt hätte, könnten die Bürger nun am schnellsten im Internet unterwegs sein. „Der Rest der Stadt möchte da natürlich nachziehen“, ist sich Dr. Strothmann sicher.

Der Geschäftsführer der evb, Dennis Schenk, sprach ein Dankeschön in Richtung der Bürger aus – die sämtliche Tiefbauarbeiten geduldig ertragen hätten. Projektleiterin Christiane Hellmich bedankte sich bei den Vellernern für ihr Engagement; „nur mit ihrer Hilfe haben wir es geschafft, dass sich mehr als jeder Zweite für einen Glasfaseranschluss entschieden hat“. Außerdem überreichte Hellmich Schenk eine Urkunde mit Symbolwirkung: „Herzlichen Glückwunsch zum FTTH-Netz: Beckum-Vellern ist damit ein Vorreiter der Region!“ steht auf der Urkunde. „Sie als Auftraggeber haben sich diese Auszeichnung redlich verdient“, meinte Hellmich in Richtung Schenk.

Denn: Investor in dieses neue Netz ist die evb. Beim symbolischen letzten Spatenstich zugegen war daher auch der Aufsichtsratsvorsitzende der evb, Karsten Koch. Er sagte: „Wir beweisen mit der Errichtung dieses FTTH-Netzes, dass wir dazu in der Lage sind, unser klassisches Kerngeschäft, Strom und Gas, zu erweitern.“ Wer etwas bewegen wollen würde, würde das auch schaffen – so wie die evb nun diesen Erfolg zu verbuchen hat.

Die Tiefbauarbeiten für das neue Glasfasernetz in Vellern begannen im ersten Quartal 2018. Seit Mai 2018 steht die Backbone-Anbindung, die per Richtfunkstrecke realisiert wird: Über das Backbone werden der Sprach- und Internetverkehr in das Netz der HeLi NET abgeführt. Die Strecke der Backbone-Anbindung für Vellern reicht über den Förderturm Bönen, das Zementwerk Holcim in Beckum bis nach Vellern. Das Backbone der HeLi NET ist an mehreren Übergabepunkten an das bundesweite Glasfaser-Backbone angeschlossen.

Dank eines Glasfaserzugangs sind symmetrische Bandbreiten bis zu garantierten 400 Mbit pro Sekunde möglich. Das Potenzial der herkömmlichen Kupfertechnologie ist spätestens bei 100 Mbit/s ausgeschöpft. Das bedeutet, dass die Glasfaser das einzig zukunftssichere Medium zur Datenübertragung ist. Auf ihr können Anwendungen wie Smart TV, Home Office oder Telemedizin problemlos realisiert werden.

Projektleiterin Christiane Hellmich von HeLi NET, Beckums Bürgermeister Dr. Strothmann, evb-Chef Dennis Schenk und Aufsichtsratvorsitzender Karsten Koch freuen sich über das Glasfasernetz in Vellern.

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