Glasfaser: GSW und HeLi NET verlängern Nachfragebündelung

Bönen. Ob Altenbögge und Bönen ein flächendeckendes Glasfasernetz für schnellste und stabile Datenübertragungsgeschwindigkeiten im Internet erhalten werden, entscheidet sich Ende Juni dieses Jahres.

Ursprünglich hatten die Gemeinschaftsstadtwerke Kamen, Bönen, Bergkamen (GSW) und deren Beteiligungsunternehmen HeLi NET Telekommunikation entschieden, bis zum 30. April mit den Altenböggern und Bönenern entsprechende Vorverträge abzuschließen. Denn: Erst bei 40 Prozent aller möglichen Vertragsabschlüsse ist die Wirtschaftlichkeit für dieses zehn Millionen Euro schwere Projekt gegeben.

Bis zum 30. April entschieden sich rund 20 Prozent aller Altenbögger und Bönener Haushalte für einen hauseigenen Glasfaseranschluss. Für HeLi NET und GSW ist die Wirtschaftlichkeit damit noch nicht hergestellt. „In Absprache mit den GSW und der Gemeindeverwaltung entschieden wir uns nun kurzfristig dazu, die Nachfragebündelung um acht Wochen zu verlängern“, verkündet der Geschäftsführer der HeLi NET, Ralf Schütte. Auch die Verwaltung der Gemeinde Bönen um Bürgermeister Stephan Rotering begrüßt die Verlängerung der Nachfragebündelung.

Bürgermeister Stephan Rotering spricht die Altenbögger und Bönener dieser Tage in einem Anschreiben direkt an: „Die Glasfaser bietet faktisch unendlich hohe Datenübertragungsraten und ist das Medium der Zukunft. Auch mittels eines neuen Glasfasernetzes können wir unseren Wohn-, Arbeits- und Bildungsstandort sichern und unsere Gemeinde Bönen somit insbesondere auch für unsere Kinder zukunftssicher machen“, teilt Rotering in dem Anschreiben an alle Haushalte mit. Aktuell hätte die Gemeinde die „große und einmalige“ Chance auf ein neues Glasfasernetz. Rotering freue sich darauf, dass Bönen eine Vorreiterrolle einnehmen könne.

Zum Vergleich: Die Berliner surfen mit durchschnittlich 32 Mbit pro Sekunde durchs Netz. In Augsburg, München und Nürnberg liegt die Internetgeschwindigkeit ebenso unterhalb von 45 Megabit pro Sekunde wie in Dresden, Erfurt oder Magdeburg. Die Altenbögger und Bönener können schon bald mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde (kleinster Tarif) symmetrisch surfen.

Informiert werden die Altenbögger und Bönener in den kommenden Wochen zusätzlich durch die City2020- Zeitschrift der HeLi NET, in der unter anderem Bönens Apotheker Stefan Oyen und der Gemeindesportverbandsvorsitzende Dirk Presch Stellung zum Glasfasernetz beziehen: Stefan Oyen betreibt drei Apotheken in der Gemeinde und sagt, Bönens bisheriges Kupfernetz der ehemaligen deutschen Post sei an manchen Stellen derart verrottet, dass er sich wundere, dass das Internet überhaupt noch funktioniere. Urbönener Dirk Presch beschreibt ein mögliches Scheitern des rein eigenwirtschaftlichen Infrastrukturprojekts für die Gemeinde mit den Worten: „Es wäre eine kleine Katastrophe, wenn sich eine Mehrheit dagegen entscheidet. Das Internet ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Glasfaser ist für mich ein Standortvorteil.“ Die Gemeinde könne sehr froh sein, dass die gemeinsamen Stadtwerke diese hohe Infrastrukturinvestition gerade in Bönen zuerst erbringen möchten.

GSW und HeLi NET wollen in den Ortsteilen Altenbögge und Bönen ein flächendeckendes Glasfasernetz bauen, das das bisherige Kupfernetz ablösen soll. Entstehen soll damit eine völlig neue und leistungsstarke Netzinfrastruktur, die nicht nur die HeLi NET als Anbieter nutzen können wird. Nach dem Erreichen der Amortisation der Initialaufwendungen (ca. 3-4 Jahre) werden andere Diensteanbieter auf dem Glasfasernetz der Gemeinschaftsstadtwerke Produkte anbieten können. So soll mehr Wettbewerb entstehen, die Bürger sollen eine größere Auswahl unter den Telekommunikationstarifen haben können. Jedoch soll die hochinvestive Infrastruktur FTTH (Glasfaser bis ins Haus) nur einmal für alle Diensteanbieter verlegt werden.

HeLi NET-Geschäftsführer Ralf Schütte sagt: „Ich denke nicht, dass andere Anbieter in naher Zukunft ein reines Glasfasernetz (nicht VDSL/Vectoring) in der Gemeinde Bönen bauen werden – das wäre sowohl betriebswirtschaftlich, aber insbesondere volkswirtschaft nicht zu vertreten. HeLi NET und GSW sehen es aber als ihre ureigene Infrastrukturaufgabe an, Gemeinden wie Bönen mittels Glasfaser zu stärken.“ Daher hoffe Schütte sehr, dass die Altenbögger und Bönener diese Chance für Ihren Ort annehmen werden.

Noch fehlen 20 Prozentpunkte, damit die GSW das Glasfasernetz in Altenbögges und Bönens Straßen bauen. Damit das realisiert werden wird, setzen GSW und HeLi NET auf weitere Vertragsabschlüsse – im Infoshop der HeLi NET auf dem „Gröblinghoff“-Parkplatz (montags bis freitags 11 bis 18.30 Uhr; samstags von 9 bis 13 Uhr) oder unter city2020.de/boenen. Sämtliche Fragen zu den Glasfaseranschlüssen bis ins Haus, den kostengünstigen Tarifen und weiteren Vertragsdetails beantworten die Mitarbeiter der HeLi NET auch unter der Telefonnummer 02381/874-2020.

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