Glasfasernetz: Nachfragebündelung beendet

Das Ende der Nachfragebündelung nach hauseigenen Glasfaseranschlüssen für die Bürger aus Altenbögge und Bönen ist beschlossen: 29 Prozent aller im Gebiet liegenden 8200 Wohneinheiten möchten ans Glasfasernetz angeschlossen werden. Damit wurde das Ziel um 11 Prozentpunkte verfehlt, teilen jetzt die GSW Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Kamen, Bönen, Bergkamen und deren Beteiligungsunternehmen HeLi NET Telekommunikation mit.

Zum Thema Glasfaser bis ins Haus äußerte sich jüngst unter anderem Kanzleramtschef Helge Braun. Im Interview mit dem Handelsblatt sagte der CDU-Mann: „Ich bin sicher, dass der Wunsch nach Bandbreite sehr stark steigen wird. […] Das heißt, wir wollen künftig den Glasfaserausbau und nicht mehr die technische Aufrüstung der Kupfernetze, um die noch etwas zu beschleunigen. Wir wollen kein Kupfer mehr. Glasfaser arbeitet mit Lichtgeschwindigkeit und ist langlebig. Das wollen wir künftig ausbauen, damit wir nicht 2025 wieder eine Ausbauwelle starten müssen."

Sämtliche Experten und mittlerweile immer mehr Politiker sehen in VDSL und anderen kupferbasierten Lösungen zur Datenübertragung nur noch Brückentechnologien – so auch die GSW Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Kamen, Bönen, Bergkamen und deren Beteiligungsunternehmen, die HeLi NET Telekommunikation. Daher forcieren die beiden Unternehmen den Glasfaserausbau in dieser Region – dieser Tage in der Gemeinde Bönen.

GSW und HeLi NET offerierten den Altenbögger und Bönener Bürgern von Februar bis Ende Juni dieses Jahres ein brandneues Glasfasernetz. Um die Wirtschaftlichkeit herzustellen, führten die Unternehmen die sogenannte Nachfragebündelung durch. 40 Prozent aller Altenbögger und Bönener hätten „Ja“ zur Glasfaser sagen müssen, indem sie entsprechende Glasfaserverträge in Auftrag geben.

Innerhalb der mehrwöchigen Nachfragebündelung entschieden sich 29 Prozent aller 8200 potenziellen Haushalte für einen Glasfaseranschluss. Damit ist die Wirtschaftlichkeit für ein flächendeckendes Glasfasernetz, dessen Investitionsvolumen bei 10 Millionen Euro liegt, nicht gegeben.

Was bedeutet das für die Gemeinde Bönen? Die Geschäftsführungen der GSW und der HeLi NET werden innerhalb des Monats Juli entscheiden, wie nun vorzugehen ist:

Möglich ist, dass in der Gemeinde keine Glasfaserkabel verlegt werden.
Möglich ist aber auch ein Teilausbau in einem der Ortsteile Altenbögge oder Bönen.

Die Glasfaserverträge der Bönener, die im Rahmen einer dieser beiden Möglichkeiten keinen Hausanschluss erhalten werden, werden nichtig.
Das Ergebnis ihrer Beratungen werden GSW-Geschäftsführer Jochen Baudrexl und der Geschäftsführer der HeLi NET, Ralf Schütte, am Freitag, 27. Juli, im Rahmen einer Pressekonferenz öffentlich machen.

Obgleich das Ende der Nachfragebündelung erreicht ist, werden die Berater der HeLi NET weiterhin in Bönen vor Ort sein: Bis Samstag, 7. Juli, werden sie zu den üblichen Öffnungszeiten (montags bis freitags 11 bis 18.30 Uhr, samstags 9 bis 13 Uhr) im Infoshop auf dem Gröblinghoff-Parkplatz zugegen sein. Ab Montag, 9. Juli, können die Bönener zunächst dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr den Shop auf dem Gröblinghoff-Parkplatz aufsuchen. Obwohl die Nachfragebündelung abgeschlossen, können die glasfaserbasierten Verträge bis auf weiteres zu den alten und bisher bekannten Konditionen abgeschlossen werden. In jeglichen Planungen und Beratungen werden diese Verträge weiterhin berücksichtigt werden.

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