GSW und HeLi NET prüfen Wirtschaftlichkeit eines Glasfasernetzes in Altenbögge und Bönen


Bönen. Nach Ende der Nachfragebündelung befinden sich die Gemeinschaftsstadtwerke Kamen, Bönen, Bergkamen (GSW) und deren Beteiligungsunternehmen HeLi NET Telekommunikation in den Planungen für ein kostenoptimiertes Glasfasernetz in Altenbögge und Bönen.

Da das Ziel der Nachfragebündelung um elf Prozentpunkte verfehlt wurde, wird nun ein nach Wirtschaftlichkeitskriterien optimierter Glafasernetz-Teilausbau geprüft. Das geben die GSW als möglicher Investor in das Glasfasernetz und die HeLi NET als Telekommunikationsdienstleister bekannt.

„Jetzt geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit“, verweist GSW-Geschäftsführer Jochen Baudrexl auf die mehrwöchigen Netzplanungen. „Das Netz kann nur unter positiven wirtschaftlichen Bedingungen realisiert werden“, sagt er. Im Laufe des vierten Quartals 2018 wollen GSW und HeLi NET der Gemeinde Bönen vorstellen, wie ein Glasfasernetz in Altenbögge und/oder Bönen zu realisieren sein könnte.

In vielen Bönener Straßen entschieden sich hinreichend Bönener und Altenbögger für einen hauseigenen Glasfaseranschluss. In diesen Straßen ist die Chance höher, dass dort die geplante neue Telekommunikationsinfrastruktur errichtet wird. Zumindest wird für diese Straßen die Wirtschaftlichkeit geprüft. Aber: Aus rund 35 Straßen liegen GSW und HeLi NET derart wenig Verträge vor, dass ein Glasfaserausbau dort eher unwahrscheinlich ist.

„Ich finde es außerordentlich schade, dass Bönen diese Chance auf ein flächendeckendes Netz vertan hat“, bedauert Bürgermeister Stephan Rotering. Dieses Netz wäre ein Standortvorteil – auch im Hinblick auf die Attraktivität Bönens als Wohn- und Arbeitsort. Er hoffe nun darauf, dass GSW und HeLi NET zunächst ein nicht flächendeckendes Glasfasernetz bauen werden, das mittelfristig auf die ganze Gemeinde vergrößert werden soll. „Wenn die Bönener, die dann einen hauseigenen Glasfaseranschluss haben, über die Vorzüge der Technologie sprechen, werden die Nachbarn das auch haben wollen“, ist sich Rotering sicher.

Rotering und HeLi NET Geschäftsführer Ralf Schütte verständigten sich darauf, bezüglich anstehender Tiefbauarbeiten an Straßen in engem Kontakt zu bleiben. „Wenn die Straße schon einmal offen ist, können wir über die Glasfaserverlegung dort nachdenken“, malt Schütte ein mögliches Szenario.

Nun ist es an den Bürgern dafür zu sorgen, dass auch ihre Straße mit der zukunftsweisenden Kommunikationsinfrastruktur ausgebaut wird: Zum Beispiel Nachbarn mobilisieren und aufklären könnten zu einer größeren Auftragsdichte führen. Die HeLi NET wird keine vertrieblichen Maßnahmen mehr aufwenden, aber: Wer die Auftragslage seiner Straße verdichten oder sich selbst noch für einen Anschluss entscheiden möchte, kann sich weiterhin an die Berater der HeLi NET in Bönen wenden: Sie stehen unter der Rufnummer 02381/874-2020 zur Verfügung.

Bis zum Ende der Nachfragebündelung nach hauseigenen Glasfaseranschlüssen entschieden sich die Altenbögger und Bönener dazu, insgesamt 29 Prozent aller Wohneinheiten ans neue Netz anschließen zu lassen. Mit diesem Ergebnis ist die Wirtschaftlichkeit für ein flächendeckendes Glasfasernetz in Altenbögge und Bönen leider nicht ausreichend hergestellt. Wirtschaftlich wäre das zehn Millionen Euro schwere Infrastrukturprojekt bei einer Marktdurchdringung ab 40 Prozent gewesen.

Stephan Rotering, Ralf Schütte und Jochen Baudrexl (von links) schauen sich mögliche Glasfaser-Cluster auf der Landkarte an.
Stephan Rotering, Ralf Schütte und Jochen Baudrexl (von links) schauen sich mögliche Glasfaser-Cluster auf der Landkarte an.

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