Blumengarten Teipel kämpft mit langsamer Internetverbindung

Anja Teipel verwandelt Blumen in Kunst. In simple, schicke Kunst. Denn: Sind die Gestecke zu kompliziert, schauen die Leute nicht mehr hin. Etwas Simples aber zieht immer den Blick der Passanten und der Kunden des Dolberger „Blumengartens Teipel“ auf sich.

In akkurat geputzten Sneakers, fellbehafteter Winterjacke und mit den Händen in den Hosentaschen wartet ein Anfang Zwanzigjähriger auf das Ergebnis seines Auftrags: ein geschmackvoller Blumenstrauß für 20 Euro. Anja Teipel konzentriert sich auf die Farbe rosa: rosa Gerbera, rosa Astern, rosa Rosen. Um die üppigen Blüten an langen Stielen drapiert sie feinstes Grün. Mit ausgestrecktem Arm hält Anja Teipel dem Kunden den Strauß unter die Nase. Es ist ein einfacher Strauß mit der tollen Botschaft „Der, dem ich dieses Geschenk mache, ist mir sehr wichtig“. Der Kunde strahlt ob des Ergebnisses und zieht die EC-Karte aus seiner Geldbörse.

Anja Teipel und ihr Mann Thomas betreiben den „Blumengarten“ seit dem Jahr 2001 hier an der Lambertistraße in Ahlen-Dolberg. Schnittblumen, Topfblumen und Grabschmuck vertreibt das Ehepaar – „im Sommer gehen auch sehr oft Blumen für Balkonkästen über die Theke“, sagt Anja Teipel.

Sie reicht dem Kunden das EC-Gerät. Der steckt seine Karte rein, gibt die PIN ein und wartet. Und wartet. Und wartet.

„Unsere Internetverbindung und damit auch das EC-Gerät sind hier so langsam, dass die Kunden schon peinlich berührt sind, wenn der Geldtransfer nicht zu klappen scheint“, beschreibt Anja Teipel die Situation, die sich täglich etliche Mal in ihrem Blumenladen abspielt. „Denn die Kunden wollen ja nicht den Eindruck erwecken, als sei ihr Konto nicht gedeckt. Irgendwann funktioniert das EC-Gerät dann doch. Dann sind alle erleichtert.“

Anja Teipel und ihr Mann werden sich nun für einen glasfaserbasierten Anschluss der HeLi NET entscheiden. „Es wäre schon toll, wenn die Stadtwerke Ahlen hier das neue Glasfasernetz bauen würden. Das Internet jetzt ist wirklich viel zu langsam.“ Oft bereite ihre Kaffeemaschine schneller ein Heißgetränk zu als eine Internetseite lade. „So geht es nicht weiter. Daher wollen wir nicht nur unseren Blumenladen an das schnelle Glasfasernetz anschließen lassen, sondern auch die dahinter befindlichen Wohneinheiten“, berichtet Anja Teipel. Schnelles Internet benötigen die Teipels nicht nur für das EC-Gerät, sondern auch und insbesondere für die Büroarbeit. Ihren Kunden rät Anja Teipel ebenfalls zu einem schnellen Glasfaseranschluss – sodass sie ihre Online-Bestellungen an „Teipels Blumengarten“ noch zügiger und komfortabler versenden können. „Natürlich gehen wir mit der Zeit. Und dazu gehört auch schnelles Internet.“

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